Wie ein Hummer

Trauriges Finale für Sauna-WM

09. August 2010

Helsinki – Schock bei der diesjährigen Sauna-Weltmeisterschaft im finnischen Helsinki. Im Kampf um den Titel starb ein russischer Teilnehmer. Sein finnischer Kontrahent wurde mit schwersten Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert.

Die beiden Saunisten kämpften im Finale um den Titel Sauna-Weltmeister 2010. Bereits sechs Minuten hatten es die beiden Männer in der 110 Grad heißen Kabine ausgehalten. In 30 Sekunden Abständen heizten Aufgüsse die Luft mit 300 Grad kochendem Wasserdampf weiter auf. Plötzlich kollabierten die beiden Männer und mussten von Rettungskräften reanimiert werden. Timo Kaukonen liegt inzwischen mit schwersten Verbrennungen, aber auf dem Weg der Besserung, im Krankenhaus. Für seinen russischen Mitstreiter Vladimir Ladyzhenskiy kam jedoch jede Hilfe zu spät.

“Die Veranstaltung wurde nach dem Unfall sofort beendet. Wir bedauern den traurigen Vorfall”, sagte Organisator Ossi Arvela, der seit 1999 die Sauna-WM veranstaltet. Noch im vergangenen Jahr waren die Regeln für den schweißtreibenden Wettkampf modifiziert worden. Kleinere Kabinen und ein stärkerer Ofen sollten eigentlich helfen gesundheitliche Schäden in Zukunft zu vermeiden. Darüber hinaus wurden Sichtfenster zur ständigen Überwachung der Teilnehmer eingerichtet. Doch alle Vorsicht nütze diesmal nichts.

Auch eine Deutsche schwitzt seit Jahren regelmäßig mit. Wie bereits im Vorjahr erreichte Silvia Pfuhl den dritten Platz. Sie hatte bereits nach nur 2 Minuten und 18 Sekunden aufgegeben! Die erfahrene Saunistin: “Jetzt weiß ich, wie sich ein Hummer fühlt, der ins kochende Wasser geschmissen wird.” Nach Angaben des Veranstalters hat die Polizei inzwischen die Ermittlungen aufgenommen…

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