Weltmeisterschaft der luftigen Gitarrenkünste


23. August 2009
Und noch eine Weltmeisterschaft der anderen Art lockte dieser Tage ein internationales Teilnehmerfeld  nach Finnland. Im nordfinnischen Oulu suchte man den Weltmeister im Luftgitarre spielen.

Bei diesem Wettbewerb haben die Teilnehmer 60 Sekunden Zeit mit ihrer Show an der imaginären Gitarre zu überzeugen. Neben Fingerfertigkeit, geht es vor allem um Charisma und Originalität des Spiels. Erlaubt ist was gefällt, nur das Instrument bleibt Illusion.

Teilnehmer aus 19 Ländern der Erde vertraten dieses Jahr ihre Heimat in Europas nördlichster Hauptstadt. Darunter die Luftgitarrenmeister aus China, Deutschland, Rumänien, Brasilien, Australien, Südafrika, Kanada, Russland, und den USA. Mit krummen Fingern und wilder Mimik steppten, tanzten und sprangen sie über die Bühne und taten dabei als würden sie wie verrückt die „Saiten“ zupfen. Und am Ende wurde gar das ein oder andere imaginäres Instrument „rock’n roll-mäßig“ auf der Bühne zertrümmern.

Doch keiner machte dieses Jahr krummere Finger, als der Franzose Sylvain „Gunther Love“ Quimene. In einem hautengen, goldglänzenden Jogginganzug wirbelte er seine schwarzen Locken durch die Luft, wie einst Jimmy Hendrix. Und überzeugte die Jury so auf ganzer „Saite“.

Verrückte Wettkämpfe haben Tradition

Die WM der Luftgitarrenspieler wird seit 1996 in Oulu ausgetragen. Zunächst eine Scherzveranstaltung, wie die Meisten der außergewöhnlichen Weltmeisterschaften in Finnland. Das Weitwerfen von Mobiltelefonen, das Wettrennen mit der eigenen Ehefrau auf dem Rücken oder das Schwitzen in einer 110 Grad heißen Sauna begannen alle mit einem Wettstreit unter Freunden. Inzwischen haben die Wettkämpfe in den merkwürdigen Disziplinen aber eine lange Tradition und die Kultevents bescheren den Finnen regelmäßig internationalen Besuch.

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