Verwirrte Finnin lebt auf Berliner Flughäfen


20. März 2009

Eine geistig verwirrte Frau aus Finnland lebt seit Dezember 2008 auf verschiedenen Berliner Flughäfen. Die etwa 40 jährige Finnin, die sich in Finnland in ambulanter psychischer Behandlung befand, verschwand Anfang Dezember aus ihrer Heimat und flog vollkommen mittellos nach Berlin, wo sie auf dem Berliner Flughafen Tegel sowie Schöneberg lebte.

Die Finnin wurde zunächst in eine psychiatrische Klinik eingewiesen, ist nun wieder auf freiem Fuß. Alle Versuche seitens ihrer Familie und finnischer Ärzte, die Frau in ihr Heimatland zurückzuholen und dort Zwangs einweisen zu lassen scheiterten an dem Beschluss einer Berliner Richterin. Die Finnin stelle keine Gefahr für sich und andere dar, und dürfe danach selber ihren Aufenthaltsort wählen. Die finnischen Behörden kritisieren die Entscheidung stark, da die geistig verwirrte offensichtlich im Wahn lebe und ihre Lage selber nicht einschätzen könne.

Ein finnisches Gericht hat die Frau nun entmündigen lassen und ihr einen Vormund geschickt, der zusammen mit einer deutschen Betreuerin über ihr weiteres Schicksal entscheiden wird.

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