Rückgang der Saimaa-Robben in Finnland
20. Mai 2009
Die sogenannte Saimaa-Robbe ist die dunkelste der Ringelrobbenart, tummelt sich vorwiegend in östlichen Süßwassergebieten Finnlands und zählt mit einem Bestand von etwa 260 Tieren weltweit, zu den bedrohten Tierarten.
In den letzten Jahren zählte Finnland durchschnittlich zwischen Februar und Anfang März ca. 50 hinzukommende Jungtiere.
2004 wurden sogar aufgrund eines schneereichen Winters Rekordergebnisse von 65 neugeborenen Robben bekanntgegeben, wobei diese Ergebnisse auf Langzeitbeobachtung durch das National Veterinary and Food Research Institute (EELA) zurückgehen.
Nun aber scheint die Population der Saimaa-Robben nicht nur gefährdet, sondern in ihrem Zuwachs zusätzlich rückläufig zu sein.
Diesen Frühling wurden von Forschern nur 40 neue Saimaa-Robbenbabys in Finnland entdeckt.
Ein großer Feind der Robben ist unter anderem die Netzfischerei, wobei sich die Robben in den Netzen verheddern und oftmals an den Folgen der Verletzungen ihrer Befreiungskämpfe sterben.
Auch wenn Regelungen zwischen Fischern und Umweltschützern in Finnland bestehen, die das Netzfischen in bestimmten Süßwasserarealen verbieten, sollen diese Schutzgebiete nun vergrößert werden.
Die Verhandlungen zu dieser Neuregelung laufen bereits.
So könnte es Naturschützern und Wissenschaftlern wieder gelingen, die Population der gefährdeten Saimaa-Robben zu stabilisieren und zu vergrößern.
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Tags: gefährdet, Jungtiere, Population, Rekordregebnisse, Robben, Tierarten