Finnische Skispringer in der Krise


Die aktuelle 61. Vierschanzentournee geriet aus finnischer Sicht zum Desaster. Drei der vier angereisten Springer konnten sich nicht qualifizieren. Nur Lauri Asikainen schaffte es auf dem 49. Platz gerade noch als Vorletzter in das Teilnehmerfeld. Beim Neujahrspringen gelang ihm ein wenig rühmlicher 27. Platz.

Finnland galt mit Athleten wie Nykänen und Ahonen über Jahrzehnte hinweg als führende Nation in Sachen Skispringen. Cheftrainer Pekka Niemelä macht die desolate Finanzsituation und Zerwürfnisse innerhalb des Verbandes für das Scheitern verantwortlich. Bei einem Gesamtbüdget von 100.000 Euro sei es nicht einmal möglich gewesen, einen Aufenthalt im Trainingslager zu finanzieren.

Nach dem Doping-Skandal im Skilanglauf hatte sich die Skispringer von dem gemeinsamen Verband losgsagt und sind seither in finanziellen Schwierigkeiten. Nun hätten die Sportler gar in einem TV-Spot um Spenden bitten müssen. Ein Ende der Krise sei wegen mangelndem Nachwuchs und besserer Finanzierung nicht in Sicht.

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