Erfolgsgeheimnis Schulsystem Finnland!?

27. April 2009

Man könnte meinen das finnische Schulsystem habe ein Geheimnis.

Es dient, vor allem seit den Ergebnissen der Pisa-Studie, als europäisches Vorbild in Sachen Lehrerausbildung, Schulsystem sowie Leistung seiner SchülerInnen.

Pädagogen wie angehende Lehrer besuchen das Land der, so scheint es, “unbegrenzten Schulmöglichkeiten”, weil man sich ein positives Beispiel nehmen möchte.

Schaut man genauer hin, erkennt man, dass Finnlands Schulsystem, neben der qualitativ sehr hochwertigen Ausbildung seiner Lehrer in spe, vor allem auf die Bedürfnisse seiner Schüler achtet und diese entsprechend anpasst.

Als Beispiel: Finnische Kinder werden mit 7Jahren eingeschult, jenes Alter, in dem das Denkvermögen weitaus komplexer wird und gleichzeitig neue Qualität erlangt.

Die Frage ist nun, ob sich andere Länder an den schulischen Maßstäben Finnlands orientieren sollten und ob aus dieser Veränderung heraus unwillkürlich erfolgreichere Schulabsolventen, zufriedenere Lehrer und Eltern hervorgehen würden?

Zu bedenken ist, dass ein erfolgreiches Schulsystem wiederrum mit den gesellschaftlichen und kulturellen Bedingungen seines Landes eng verknüpft ist. Diese gestalten sich allerdings von Land zu Land äußerst unterschiedlich.

Eine direkte Übertragung des finnischen Schulsystems auf ein anderes könnte somit sogar negative Folgen haben.

Wahrscheinlich studiert Finnland die Menschen sowie das Bedingungsfeld seines Landes ausgiebig und genau, bevor es Entscheidungen zum Thema Kindergarten, Schule, Ausbildung oder Studium trifft und berücksichtigt gleichzeitig, dass diese Instanzen aufeinander aufbauen und gleichwertig sind in ihrer pädagogischen Geltung.

Ein Schulsystem das seinen Kindern ausreichend Zeit zum Reifen und Lernen gibt sowie Bedingungen schafft, in der Qualität und Individualität gleichermaßen von Belang sind, könnte dem schulischen Erfolgsgeheimnis Finnlands vielleicht ein wenig auf die Spur kommen!?

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