Aschewolke verhindert Clintons Besuch in Helsinki

Die Aschewolke über Europa hat den für Mittwoch geplanten Besuch der US-Außenministern Hilary Clinton in Helsinki verhindert. Wie das US-Außenministerium am Montag mitteilte, wurde wegen der anhaltenden Behinderungen des Luftverkehrs die komplette Nordeuropa-Reise Clintons bis auf weiteres abgesagt. Es wäre der erste Besuch eines US-Außenministers in Finnland seit 20 Jahren gewesen.

Auch andere Politiker wurden in ihren Reiseplänen beeinflusst. So mussten am vergangenen Wochenende zahlreiche Politiker dem Begräbnis des kürzlich verunglückten polnischen Präsidenten Lech Kaczynski fernbleiben oder mit dem Hubschrauber anreisen.

Kein Erleichterung im Flugverkehr in Sicht

Der für die Aschewolke verantwortliche Vulkan Eyjafjallajökull war bereits am 21. März ausgebrochen. Wie lang der Ausbruch anhalten wird, können Experten schwer vorhersagen. Beim letzten Mal 1823 war der Eyjafjallajökull mehrere Monate lang aktiv gewesen.

Diesmal hatte es zunächst mit einigen leichten Eruptionen begonnen. Am Donnerstag begann der Vulkan dann Asche bis zu elf Kilometer hoch in die Atmosphäre zu schleudern. “Damit bleibt die Aschewolke in der Troposphäre, was für den Luftverkehr von Bedeutung ist”, erklärte der Geologe Lothar Viereck-Götte von der Universität Jena dem Spiegel.

Finnen sperrten als Erste

Aufgrund der Wetterlage und der anhaltend intensiven Vulkanaktivität wird sich nach Meinung des Experten diese Behinderung zunächst fortsetzen. Finnland war das erste Land, das seinen Luftraum zunächst sperrte. Viele Länder mussten dieser Maßnahme später zwangsläufig folgen. Bisher mussten daraufhin mehr als 10.000 Flüge gestrichen werden. Die hohen Ausfälle sorgen inzwischen zunehmend für Unruhe unter den Fluggesellschaften, die die starke Einschränkung des Flugbetriebs für unnötig halten.

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