Finnische Musik – auch in Deutschland immer populärer


Finnische Musik ist eine Zusammenkommen verschiedenster europäischer Einflüsse und außerdem geprägt von der finnischen Volkstradition, die tausende Jahre zurückreicht. Seien es die Gesänge des Kalevalaepos‚, die berühmte „Finlandia“ oder der immer größer werdende Bereich der Pop- und Rockbands: Finnische Musik zeichnet sich oft durch eine melancholische Tiefe aus, die vielleicht auf der Schwermütigkeit des rauen Nordens beruht.

Finnische Volksmusik

Volkslieder reichen weit in die Vergangenheit zurück. Typische Instrumente der Volksmusik sind die Kantele, eine Art Zither, sowie ein Horn aus Birkenrinde, das ursprünglich zum Zusammenrufen des Viehs diente und später zu einem Symbol des Unabhängigkeitskampfes wurde. Ursprung der Volksmusik sind die heidnischen Gesänge des Kalevala-Epos’.

Finnische Kunstmusik

Die Kunstmusik ist weitaus später entstanden. Besonders erwähnenswert sind hier die Werke von Jean Sibelius (1865-1957). Der Komponist der Spätromantik komponierte unter anderem Sinfonische Dichtungen, Orchestersuiten und mehrere Sinfonien. Seine „Finlandia“ ist ein wunderbares Beispiel sinfonischer Dichtkunst und beschreibt bildlich das Wesen finnischer Landschaft.

Pop und Rock

Finnische Bands, vor allem das Dark-Rock-Genre, sind gerade in den letzten Jahren in Deutschland immer populärer geworden. Die 1995 gegründete Band „HIM“ machte mit ihrem Hit „Join Me“ in Deutschland Furore, nachdem der Titel in dem Film „The 13th Floor“ zu hören war.
Ein weiterer Vertreter dieser Gattung ist die Band „The Rasmus“, die durch Hits wie „In The Shadows“ und „Guilty“ in Deutschland populär wurde.
Die allseits bekannte Band „Apocalyptica“ ist bekannt für ihren experimentellen Musikstil. Die Band spielt Metal-Songs auf Violincelli ein.

Tango – die nordische Variante

Eine weitere Variante finnischer Musik ist der finnische Tango. Zunächst scheint es, als würden das kühle Finnland und der ausdrucksstarke Tanz aus Südamerika nicht zusammen passen. Doch der Finnische Tango hat lediglich wenige Gemeinsamkeiten mit dem „Tango Argentino“. Er steht im Gegensatz zu diesem häufig in Moll und hat eine absteigende Melodieführung. Der wichtigste Unterschied ist wohl, dass der Tango nicht als reine Kunstform gesehen wird. Die Paare tanzen meist im Grundschritt und es wird wenig improvisiert. An erster Stelle steht der Spaß, den das Tanzen machen soll.

Bildquelle: wili)

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