Finnische Kunst und Malerei


Finnische Kunst hat eine jahrhundertealte Tradition vorzuweisen. Die ersten Höhlenzeichnungen entstanden bereits zu vorgeschichtlichen Zeiten. Im Mittelalter wurden dann Kirchen mit bunten Wandmalereien verziert, die Volkskunstcharakter hatten. Die neuere Malerei stand zunächst unter deutschem Einfluss und gelangte erst um die Jahrhundertwende zu einem eigenen Stil.

Plastik und Kunsthandwerk

Eine eigenständige finnische Steinbildhauerkunst entwickelte sich erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Bedeutende Denkmäler wie das Runeberg-Denkmal, das Sibelius-Monument, das Lönnrot-Denkmal, der Havis-Amanda-Brunnen und die Nurmi-Statue stehen vor allem in Helsinki. Schöpfer dieser Werke sind Runeberg, Wickström, Vallgren, Takanen, Stigell und Aaltonen.

Die Holzbildhauerkunst entstand schon früh in den von riesigen Wäldern abgeschlossenen Dörfern. In den aus Holz erbauten Dorfkirchen finden sich hölzerne Plastiken, die oft von den Bauern selbst hergestellt wurden.
Heute ist das finnische Kunsthandwerk hauptsächlich in der Textilkunst (Wandteppiche und Decken), in der Keramikkunst, in der Glaskunst sowie in der Schmuckgestaltung zuhause.

Malerei

Erwähnenswert sind hier die mittelalterlichen Wandmalereien aus dem 14. Jahrhundert. Thematisch behandeln diese, meist einfache lebensnahe Bildfolgen aus dem Heiligenleben. Ihren Höhepunkt erlebte die finnische Malerei um die Jahrhundertwende. Hier vermischten sich Einflüsse aus Impressionismus, Symbolismus, Jugendstil mit nationalen Strömungen. Thematisch taucht auch hier immer wieder das Kalevala-Epos auf, das zum Beispiel in den Bildern von Akseli Gallèn-Kallela thematisch verarbeitet wurde. Ein berühmter finnischer Maler des Symbolismus ist Hugo Simberg, von dem zum Beispiel die Fresken im Dom zu Tampere sind.

Wenn Sie sich für finnische Kunst und Malerei interessieren, sollten Sie auf keinen Fall einen Besuch im finnischen Kunstmuseum „Ateneum“ verpassen.

(Bildquelle: robin-root)

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