Bauten in Finnland – Architektur reicht vom romanischen Stil bis zum Neuklassizismus


Finnland und seine Architektur sind größtenteils geprägt von romanischen und spätromanisch-gotischen Sakralbauten aus dem 12. und 13. Jahrhundert. Die ältesten Steinkirchen entstanden im 13. und 14. Jahrhundert vor allem im Westen und Südwesten des Landes. Die meisten der mittelalterlichen Kirchen sind aus grauem Granit, nur wenige sind aus Ziegelsteinen erbaut. Ein besonders sehenswertes Bauwerk ist die Domkirche von Turku.

Ruusovuori, Saarinen und Aalto

Im 19. Jahrhundert entstanden vor allem in Helsinki, zahlreiche neuklassizistische Profanbauten unter der Leitung der deutschen Architekten Carl Ludwig Engel (1778-1840), Aarno Ruusovuori (1925-92), Eliel Saarinen (1873-1950) und Alvar Aalto (1898-1976).

Aalto ist sicherlich der populärste Architekt in Finnland. In Helsinki wurde unter seiner Leitung die Finlandia-Halle gebaut, die allerdings neben einem eindrucksvollen Außenbau eine ungünstige Akustik sowie eine bröckelnde Fassade aufweist. Der Carara-Marmor ist dem feuchten Klima Finnlands nicht gewachsen und muss regelmäßig erneuert werden.

Ruusovuoris Gebäude sind leicht an ihrer grauen Fassade zu erkennen. Die Kirche in Taipiola ist zum Beispiel nur aus Beton erbaut und besitzt so gut wie keine Lichtquellen. Der Innenraum ist somit völlig von der Außenwelt isoliert.

Saarinen wurde unter anderem durch den Bau des Hauptbahnhofs in Helsinki bekannt.

Klare Strukturen und exotische Kirchen

Einen bestimmten Baustil gibt es nicht in Finnland. Architektur ist dort geprägt von klaren Linien moderner Bauten, oft auch in kaltem Grau gehalten, die mit reich verzierten, exotischen Kirchen und Burgen kontrastieren und so ein buntes Städtepanorama entstehen lassen.

(Bildquelle: karvajavi)

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