Vegetation in Finnland


Die Vegetation in Finnland besteht überwiegend aus Nadelwald. Das Landschaftsbild ist sehr grün: über zwei Drittel des Landes sind mit Wald bedeckt. Finnland gehört größtenteils zur nördlichen Nadelwaldzone und wird vorwiegend von Fichten und Kiefern beherrscht. Bei den Laubbäumen dominiert die Birke. Die großen Birkenwälder sind trocken und mit Flechten bedeckt.
Der Waldbestand ist je nach Bodenbeschaffenheit und Höhe recht unterschiedlich. In ca. 400-500 Metern über N.N. liegt die Waldgrenze. Ab dieser Höhe kommt keine geschlossene Waldfläche mehr vor. An Gebirgsflüssen sind dagegen immergrüne Wälder dominierend. Kennzeichnend für Finnlands Wälder ist die relativ geringe Artenvielfalt. Die nährstoffarmen Böden bieten nur spezialisierten Arten die nötigen Voraussetzungen zum Überleben.

Blaubeere und Preiselbeere

Neben Bäumen finden sich in den Wäldern zahlreiche andere Pflanzenarten. Weit verbreitet sind Blaubeere und Preiselbeere. Außerdem finden sich die schwarze Bärentraube, der Bärlapp oder die Moltebeere. Diese ist übrigens Wahrzeichen Lapplands.

Entstehung der Vegetation in Finnland

Die Vegetation in Finnland ist erdgeschichtlich gesehen äußerst jung, da die Weichseleiszeit vor ungefähr 11.500 Jahren alles Leben ausgelöscht hat. Trotzdem haben sich in der kurzen Zeit Tiere und Pflanzen gut an die Temperaturunterschiede zwischen Sommer- und Wintermonaten angepasst und sind in der Lage auch lange, kalte Winter zu überleben. Die Vegetation nahe der Küste ist vorwiegend von Mischwäldern und Wiesenlandschaften geprägt. Hoch im Norden von Finnland herrscht eine baumlose, tundraartige Vegetation vor. Grundsätzlich unterscheidet sich die Vegetation im Norden von Finnland grundlegend von der Vegetation im Süden des Landes.

(Bildquelle: 10414249@N08)

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