Finnlands Geologie


Die Geologie Finnlands ist Zeuge der Weichseleiszeit, die jüngste aller Eiszeiten. Das Relief ist bis auf einige wenige Berge relativ flach. Vor rund einer Milliarde Jahren fand in Finnland zwar Gebirgsbildung statt, allerdings wurde das Gestein im Laufe der Jahre durch meterdicke Eisschichten und sonstige Klimaeinflüsse abgetragen. Die Gletscher haben die Landschaft förmlich glatt gehobelt.

Moränenlandschaften

Als die riesigen Eismassen nach Ende der Eiszeit abgeschmolzen sind, hat das Schmelzwasser die Moränenlandschaft weiter verändert. Wenn Sie beim Wandern die Augen offen halten, werden Ihnen schnell die großen Findlinge auffallen, die überall in der Natur zu finden sind. Diese großen Gesteinsbrocken sind mit den Eismassen mitgeführt worden und nach dem Abschmelzen in der Landschaft liegen geblieben.

Das Abschmelzen des Eises ist außerdem für die Landhebung verantwortlich. Durch die plötzliche Gewichtsentlastung, ausgelöst durch das Schmelzen des Eises, hebt sich der Boden an. Dieser Prozess ist noch bis heute wirksam. Im Jahr hebt sich die Bodenplatte um ungefähr einen Zentimeter im Jahr.

Bodenbildung

Die meisten Böden in Finnland sind aus Geschiebemergel entstanden. Geschiebemergel ist das Sediment, das sich am Rand der Moräne ablagert. Aus Geschiebemergel entstehen vor allem Braunerden und Parabraunerden.

In „Die Ostsee. Eine Natur- und Kulturgeschichte“ von Hansjörg Küster können Sie interessante Hintergrundinfos über die Geologie Finnlands sowie die Ökologie und Naturgeschichte von Finnland nachlesen.

(Bildquelle: spigoo)

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