Streit um Umweltverschmutzung in Touristenregion


Zwischen Umweltschützern und der Talvivaara-Nickelgrube im ostfinnischen Sotkamo ist ein Streit über die Beeinträchtigung der Wasserqualität der umliegenden Seen entbrannt.

Nach Angaben der Überwachungsbehörde vor Ort seien die bei der Erzaufbereitung entstehenden großen Mengen an Schwefelwasser und Sulfat, die in die umliegenden Gewässer gepumpt werden, eine extreme Umweltbelastung. Die empfohlene Obergrenze von 150 Milligramm für den Hausgebrauch sei mit teilweise bis zu 7900 Milligramm Sulfat pro Liter Wasser weit überschritten.

Der Umweltbeauftragte der Talvivaara-Mine behauptet hingegen, die Belastung sei nicht so hoch, dass sie den Fischfang beeinflussen würde. Aber auch ihren Ruf als Touristenregion sehen etwa hundert Anwohner bedroht, die im April bei einer Demonstration verlangten, dass Talvivaara geschlossen werde und die Gesellschaft die Seen reinigen lassen müsse. Das Unternehmen will nicht auf diese Forderungen eingehen, sondern plant zusätzlich die Gewinnung des Urans, das im Nickelerz enthalten ist.

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