Nach den Wahlen: Rechtsruck in Finnland


Überraschend viele Finnen gaben am vergangenen Sonntag ihre Stimme der rechtspopulistischen Partei „Wahre Finnen“. Fast jeder fünfte Finne wählte die Partei um Timo Soini. Der will für Finnland vor allem erreichen, „weniger an Brüssel“ zu zahlen.

Viermal so viele Stimmen wie bei den letzten Wahlen konnten die „Wahren Finnen“ für sich verbuchen und übernehmen nun als drittstärkste Partei 39 Sitze im Parlament. Direkt nach der Wahl forderten die Rechtspopulisten bereits eine neue Parlamentsverhandlung über den Euro.
Die schwedische Tageszeitung „Aftonbladet“ sieht in dem Rechtsruck, der neben Finnland auch in den Niederlanden, Italien und der Schweiz zu beobachten sei, eine echte Bedrohung.
Populäre Mitglieder der „Wahren Finnen“ wie Jussi Halla-aho machen immer wieder durch ausländerfeindliche Äußerungen auf sich aufmerksam. Halla-aho behauptete beispielsweise, somalische Einwanderer hätten eine „kulturelle und möglicherweise genetische Neigung“ zum Taschendiebstahl. Auch nach dem Wahlerfolg rückte Halla-aho von solchen Äußerungen nicht ab.

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