Finnlands Wirtschaft floriert


Die Industrialisierung im 20. Jahrhundert hatte einen großen Einfluss auf die Entwicklung der Wirtschaft. Finnland löste sich immer mehr vom Agrarsektor und baute den Bereich Elektroindustrie sowie Petrochemie, Maschinen- und Fahrzeug- und Schiffsbau aus.

Wirtschaftseinbruch und Aufschwung

Eine wirtschaftliche Krise trat nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion ein. Das Land hatte sich durch regen Handel mit der Großmacht im Osten stabilisiert und nun mit einem rapiden Absinken des Bruttosozialproduktes und einer hohen Arbeitslosenquote zu kämpfen. Im Zuge dieser Wirtschaftskrise wurden viele öffentliche Unternehmen privatisiert und der Staat investierte in den Technologiebereich. Mit Erfolg: Die Handyfirma Nokia ist heute mit einem weltweiten Umsatz von rund 40 Mrd. Euro das größte Unternehmen in Finnland und maßgeblich am wirtschaftlichen Aufschwung Finnlands beteiligt.

Landwirtschaft spielt immer noch eine große Rolle

Die Landwirtschaft spielt allerdings immer noch eine große Rolle in Finnland. Durch den riesigen Waldanteil ist Holz der wichtigste Rohstoff des Landes. Ackerbaulich genutzt wird in Finnland nur eine sehr geringe Fläche: die sauren Böden, die langen Winter und unregelmäßige Niederschläge stellen ungünstige Bedingungen für eine florierende Landwirtschaft dar. Der Beitritt der EU hatte einen weiteren stabilisierenden Einfluss auf die Wirtschaft. Finnland bezieht seitdem Gelder aus den Strukturfonds zur Stärkung des agrarwirtschaftlichen Sektors.

(Bildquelle: kleenelene)

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