Finnisches Wachstum bricht ein


Finanzministerin Jutta Urpilainen korrigierte das erwartete Wirtschaftswachstum 2013 für Finnland deutlich nach unten. Damit bestätigte sie die Aussagen von Experten, die ein Ende des stabilen Wachstums vorhersagten.

Statt der angekündigten positiven 1,2 Prozent Wachstum müsse man nun von einem Wert zwischen null und einem Prozent ausgehen. Auch eine Rezession könne für das Jahr 2013 nicht ausgeschlossen werden.

Bisher war Finnland das EU-Vorzeigeland was das Wirtschaftswachstum anging. Der Traumstart im ersten Quartal 2012 von 0,8 Prozent erhielt jedoch einen kräftigen Dämpfer. Hierbei spielen unter anderem das Ende der Produktion in Finnland beim Unternehmen Nokia und neue Steuergesetze eine Rolle. Auf die Steuererhöhung bei Neuwagen im April reagierten beispielsweise viele mit vorgezogenen Käufen. Hier ist mit deutlichen Einbrüchen zu rechnen.

Die Regierung hält außerdem an der Erhöhung der Mehrwertsteuer für 2013 von 23 auf 24 Prozent fest. Damit sollen 1,2 Milliarden mehr Steuergelder in die Staatskasse fließen. Auf das Verbrauchervertrauen und die Kauflust wird dies jedoch eher einen negativen Einfluss ausüben.

Diese Themen werden beim Treffen mit dem deutschen Wirtschaftsminister Philipp Rösler eine Rolle spielen, der gestern zu Gesprächen nach Estland und Finnland aufgebrochen ist.

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