Finnen haben kürzeste Arbeitszeit bei hohem Lebensstandard


In einer vergleichenden Studie wurden die effektiven Arbeitszeiten in Europa verglichen. Ohne Krankenstand und Urlaub arbeiteten finnische Angestellte im Jahr 2010 mit 1679 am wenigsten im Ländervergleich. Gleichzeitig liegt der Wohlstand pro Kopf deutlich über dem Durchschnitt.

Offiziell haben die Franzosen noch kürzere Arbeitszeiten als die Finnen, effektiv haben sie aber mehr gearbeitet. Im Gegensatz hierzu gehören die Griechen zu den Fleißigsten und nirgendwo wird mit 2095 Stunden so lange gearbeitet wie in Rumänien.

Was am finnischen Modell auffällt, sind die weit verbreiteten flexiblen Arbeitszeiten. 80% der Unternehmen bieten flexible Zeitmodelle an. Am häufigsten findet man das Modell von Arbeitszeitkonten. Bei hohem Anfall von Arbeit wird mehr gearbeitet, dieses kann in Zeiten geringen Arbeitsanfalls ausgeglichen werden.

Ziel ist es, „tote Zeit“ zu vermeiden, die von den Angestellten lediglich „abgesessen“ wird. Studien belegten, dass diese ungenutzte Arbeitszeit in Europa 30-40% der Arbeitszeit betragen kann.

Auffällig ist die hohe Zufriedenheit von Finnen mit ihrer Arbeitsstelle. Hierzu tragen neben den flexiblen Arbeitszeiten auch Rahmenbedingungen wie Vollzeitkinderbetreuung und Angebote wie den „Papamonat“ bei. Deutschland lag übrigens mit 1904 Arbeitsstunden im oberen Bereich.

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